Hiberna

Schwarze Flocken – Weiße Finsternis

von Brigitte Herpich

An diese Dichterworte – von Paul Celan das eine, von Adalbert Stifter das andere – fühlt sich der Betrachter erinnert beim Anblick von Harry Meyers Schneebildern.

Das Wüten der Elemente
Die „Hiberna“-Gemälde von Harry Meyer

von Rüdiger Heinze

Seinem großen Thema der Naturmalerei, das Regenbilder, Bergpanoramen, Baumansichten und die dunklen „Foris“-Landschaftsgemälde aus den Jahren 2001 bis 2006 umfasst, hat Harry Meyer seit 2007 ein weiteres Kapitel hinzugefügt: eine Werk-Reihe unter dem Titel „Hiberna“ – angewachsen auf 60 Visionen bis Mitte 2009.

Die Poetik der Kälte

von Brigitte Herpich

„Hiberna“ nennt Harry Meyer seine jüngst entstandenen Ölgemälde: das „Winterliche“, das „Kalte“. Nun kann man Kälte oder Frost zweifellos empfinden; der Sprachgebrauch belegt sie mit geradezu aggressiven Attributen, wie schneidend, eisig oder grimmig, welche allesamt die Lebensfeindlichkeit assoziieren, die ihnen – im Gegensatz zur angenehm lindernden Kühle – zumindest in den nördlichen Klimazonen zugeschrieben wird. Man kann also die Kälte beschreiben – aber kann man sie auch malen? In der Hinwendung zu Harry Meyers „Hiberna“-Bildern scheint sich diese Fragestellung zu bejahen.