Nicht immer auf ein Danke gestoßen

Harry Meyer Zum 60. Geburtstag zieht der Künstler Bilanz. Seine Werke finden sich in öffentlichen Kollektionen. Aber die Kunstsammlungen Augsburg hätten in seinen Augen mehr tun können.
Ein Gespräch des Künstlers mit Rüdiger Heintze.

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Schwäbische Natur in Südkorea

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von Rüdiger Heintze, Augsburger Allgemeine, 2014

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Nils Ohlsen, Eröffnungsrede

Das Erleben des Originals spielt im Falle von Harry Meyer eine besonders große Rolle. Sind seine Bilder doch keine zweidimensionalen Flächen, sondern reliefähnliche Farbgebirge, in denen unsere Augen unwillkürlich auf die Wanderung gehen: Könnten wir uns ganz klein machen und auf der Oberfläche der Bilder herumspazieren, so würden wir auf gewaltige Landschaften stoßen: die Oberflächen gleichen Hügeln, Bergen, Tälern, zerklüfteten Canyons, Wüsten oder Lavaausbrüchen. Die Bilder – besonders diejenigen – kleineren Formates animieren uns geradezu, die Bildstruktur nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Händen zu ertasten.

Gode Krämer, „Annäherung an die Malerei von Harry Meyer“

Harry Meyer malt Landschaften, Köpfe und eine Thematik unter der Bezeichnung »Inkubator«. Was darunter zu verstehen ist, wird später zu ­erklären sein, außerdem ist dieser speziellen Thematik ein eigener Beitrag im Katalog gewidmet. Natürlich hat er anfänglich und sicher gelegentlich nebenher auch andere Sujets – Stilleben, ­ Interieurs – gemalt, doch bilden die drei genannten Themen sein Hauptinteresse.
Innerhalb dieser Themen gibt es deutliche Bedeutungsabstufungen in seinem Werk, die sich auch in dem vorliegenden Katalog zeigen: Etwa 50 der Landschaft gewidmeten Seiten stehen etwa 30 Seiten für die Köpfe und etwa 25 Seiten für den »Inkubator« gegenüber.

Brigitte Herpich, Die Welt hinter dem Horizont

Der Maler Harry Meyer und der Galerist Klaus Bode: Ein Team, welches seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Bereits seit längerem ist die Galerie Bode in Korea vertreten; auf Kunstmessen und im Rahmen von Kooperationen mit ortsansässigen Galerien. Harry Meyer war als „Künstler der ersten Stunde“ von Anfang an mit dabei.

Brigitte Herpich, Wurzeln schlagen

„Was immer er erlebt, schießt in die Höhe wie Bäume. Ist es das, was man die mythische Fähigkeit nennt? Sind diese Bäume die Mythen, oder einige von ihnen, oder einer? Welche? Gehören Blätter dazu, und was ist der nackte Baum? Manche nennen es anders und sagen statt Wachsen Übertreibung. Aber es schießt nicht nur hinauf, es greift nach allen Seiten aus, verbindet sich, verwickelt sich, verquickt sich mit anderem. Das Wuchern ist das Wichtige, aufs Wuchern kommt es an, Verwechslungen gehören dazu, Umarmungen und Unterwanderungen.“ Elias Canetti, Nachträge aus Hampstead, Aufzeichnung aus dem Jahr 1969

Georg Bussmann, Gestalt und Nichtgestalt

Ich schaue sie gern an, die Bilder von Harry Meyer, ohne genau sagen zu können, warum. Kann sein, sie haben mit mir zu tun.